Ein Flüstern im Museum - Das Spielzeug spricht. Eine Kuh erzählt vom Tannenholz im Erzgebirge und der Teddy vom Betrieb in Sonneberg, wo man ihm liebevoll das Fell zurechtgeschoren hat. Lilli, die erste Plastikpuppe und Vorläuferin der Barbie träumt von der Wespentaille und von Amerika, und daneben eine Modelleisenbahn von den Verheißungen des Industriezeitalters, überzeugt davon, dass Maschinen die Menschheit von allem Übel befreien werden. Die Depots der Spielzeugmuseen in Nürnberg und Sonneberg sind bis an den Rand gefüllt mit solchen „Spiel-Zeugen“ vergangener Zeit - Aufwendig gefertigt weiß jedes Objekt eine Geschichte zu erzählen über Industriekultur sowie Wünsche und Ängste der Generation, die damit gespielt hat.
Past Forward -- Was erzählt das Spielzeug der Zukunft? Als Kuratorin plant Johanna Pichlbauer ein Residency Programm für die Kulturhauptstadtbewerbung Nürnbergs, im Zuge dessen Designer*innen aus aller Welt in die Metropolregion eingeladen werden sollen, um in Kooperation mit den zahlreichen lokalen Spielwarenproduzenten am Spielzeug von Morgen zu tüfteln. Gemeinsam begeben sich die Projektpartner*innen auf eine Zeitreise, um schließlich als Archäolog*innen der Zukunft in einer Sonderausstellung Spielzeug aus exotischen Zukünften zu präsentieren:
Uncanny Teddies, Traktoren ohne Führerkabinen, Puppen, die neue Körperbilder erproben, Modelllandschaften mit Hyperloops - Wie spiegeln sich die Herausforderungen von Automatisierung, Robotik, Klimawandel, Migration etc. im Spielzeug von Morgen wider? Welche Geschichten erzählen
diese Objekte? Sind es Utopien oder Dystopien?

Open Call to be announced!
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